Warum dachten sich die Griechen ihre Eumeniden als Weiber? Warum verbindet der deutsche Volksausdruck mit dem Wort „Drache“ den Begriff des weiblichen Elementes? Warum läßt der größte und tiefste Kenner des menschlichen Herzens unter allen Dichtern, die je gelebt haben, das schändlichste Verbrechen, kindlichen Undank und geistigen Vatermord, von zwei Weibern, den Töchtern des Lear, verüben? Warum schildert Shakespeare im Weib Macbeth eine weit schwärzere Seele, als im Manne Macbeth? Weiterlesen →
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Was ich (Johann Ludwig Caspar) bereits über weibliche Verbrecher sagte, kann durch kein Beispiel glänzender bewahrheitet werden, als durch das folgende, worin wir einen Teufel in Gestalt eines Weibes, eine Mutter auftreten sehen, die ihr kleines Kind längere Zeit hindurch einer selbst erfundenen, ganz neuen Qual aussetzte und es am Ende mordete. Der seltene Fall rechtfertigt eine ausführlichere Mitteilung nach den mir vorliegenden Akten. Weiterlesen →
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Auf Spezialbefehl des Königs vom 4. September wurde mit dem Kadaver des Sotmeyer dergestalt verfahren, daß des Scharff-Richters Knecht das Cadaver aus dem Rath-Hause schleppen, langweg auf den Schinder-Karren, so, daß der Kopf hinterwerts der Karre herunter hieng, legen, und durch die Stadt, und Lebusische Vorstadt, nach den Richt-Platz führen muste, welches ein fürchterliches Spectacul repräsentirte, und ohne Entsetzen nicht anzusehen war. Auf dem Richtplatz wurde der Kadaver auf einen besonderen Scheiterhaufen geworfen und öffentlich verbrannt. Weiterlesen →
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In der Nacht vom 19. zum 20. Mai 1723 ging die Sotmeyer wie besprochen um elf Uhr in ihren Stall und legte dort das Feuer an. Zu gleicher Zeit gingen die beiden unbekannten Kerle und der Schneider Gottlieb, jeder mit Kluten versehen, aus dem Haus und warfen sie auf verschiedene Dächer. Wie die Anzündung geschah, entflohen die beiden unbekannten Kerle sowie die Holle, die Tochter der Sotmeyer. Man konnte ihrer nicht wieder habhaft werden. Weiterlesen →
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Aber nicht nur die großen – auch die kleinen Steine haben vielfache Schicksale erlebt. Wenn die Worte Te saxa loquuntur zur Wahrheit werden, wenn die Steine sprechen könnten, welche Geschichten von Himmelsfreud und Höllenleid würden wir da erfahren! Weiterlesen →
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Recht abenteuerlich ist auch die Geschichte des rosafarbigen, des sogenanten “Agra”-Diamanten, welcher im Jahre 1905 in Christie`s Auktionshaus in London versteigert wurde. Er erzielte den erheblichen Preis von 5100 Pfund. Der Name dieses Kleinods stammt vom Kaiser Baber (Babur), dem Gründer des Mongolenreiches in Indien, der den Diamanten im Jahre 1526 in der Schlacht bei Agra trug. (Anmerkung: auch Erste Schlacht bei Panipat genannt, wurde am 20. April 1526 geschlagen. Sie war die entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen dem Timuriden Babur (1483-1530) und dem letzten Sultan von Delhi, Ibrahim II. (reg. 1517-26), aus der afghanischstämmigen Dynastie der Lodi. Baburs relativ kleine Armee siegte über die zahlenmäßig überlegene Streitmacht Ibrahim Lodis, der in der Schlacht fiel. Mit Ibrahims Tod erlosch das Sultanat von Delhi und an seine Stelle trat das Mogulreich.) Weiterlesen →
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Interessanter noch ist, wenn wahr, die Geschichte des berühmten “Blauen Diamanten”, der seinen Besitzern, ganz im Gegensatz zu den herrschenden Traditionen, immer nur Unglück gebracht hat. Auch dieser Stein stammte aus Indien. Ein Mann namens Winighere brachte ihn um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Venedig. Ein Mitglied der Dogenfamilie Morosini erwarb den Diamanten, dessen Schönheit von den Dichtern besungen wurde. Der Inder hatte aber außer diesem Stein noch etwas anderes aus seiner Heimat mitgebracht – die Beulenpest, die kurz nach seiner Ankunft in Venedig zum Ausbruch kam. Weiterlesen →
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