Eine unmenschliche Wirtschafterin

Warum dachten sich die Griechen ihre Eumeniden als Weiber? Warum verbindet der deutsche Volksausdruck mit dem Wort „Drache“ den Begriff des weiblichen Elementes? Warum läßt der größte und tiefste Kenner des menschlichen Herzens unter allen Dichtern, die je gelebt haben, das schändlichste Verbrechen, kindlichen Undank und geistigen Vatermord, von zwei Weibern, den Töchtern des Lear, verüben? Warum schildert Shakespeare im Weib Macbeth eine weit schwärzere Seele, als im Manne Macbeth? Weiterlesen

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Die Thüringer Giftmörderin Marie Sophie Göbner 1859-1860

Das Jahr 1860 sah noch einen weiteren Giftmordprozeß in Thüringen. Angeklagt war die Witwe Marie Sophie Göbner aus Nöbdenitz, einem kleinen Dorf unweit von Schmölln im Herzogtum Sachsen-Altenburg. Giftmorde erlebten gerade in den 1850er und 1860er Jahren eine gewisse Konjunktur, und sehr oft waren es Frauen, die sich dieser heimtückischen Methode bedienten. Eine Vergiftung erforderte keine starke Manneskraft, auch war sie völlig unblutig, also ideal für ein zartbesaitetes Wesen, als das eine Frau vor allem zu jener Zeit galt, einen unliebsamen Menschen ins Jenseits zu befördern. Weiterlesen

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Strychnin für die Liebe – Eine Leseprobe aus Thüringer Mörderinnen (Schwarzburg-Rudolstadt 1910-1913)

Die Stadt Königsee liegt eingebettet in der ausgedehnten Thüringer Waldlandschaft. Hier, wo es vornehmlich im 18. und 19. Jahrhundert die Menschen durch den einzigartigen Olitätenhandel, also der Produktion und Verbreitung von Haus- und Geheimmitteln, zu einigem Wohlstand gebracht hatten, schienen die Menschen zufrieden, glücklich und friedfertig zu sein. Jedoch am letzten Tag des Jahres 1910 ereignete sich ein Mordanschlag, der diese Idylle für viele Menschen in der kleinen versponnenen Stadt Königsee für längere Zeit vergessen ließ und auch über die Grenzen des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt hinaus für Schlagzeilen sorgte. Weiterlesen

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Die Kindermörderin Pöhlmann

Was ich (Johann Ludwig Caspar) bereits über weibliche Verbrecher sagte, kann durch kein Beispiel glänzender bewahrheitet werden, als durch das folgende, worin wir einen Teufel in Gestalt eines Weibes, eine Mutter auftreten sehen, die ihr kleines Kind längere Zeit hindurch einer selbst erfundenen, ganz neuen Qual aussetzte und es am Ende mordete. Der seltene Fall rechtfertigt eine ausführlichere Mitteilung nach den mir vorliegenden Akten. Weiterlesen

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Anna Sotmeyer – Das scheußlichste Weib der Welt (Frankfurt an der Oder – 1724) Teil 3

Auf Spezialbefehl des Königs vom 4. September wurde mit dem Kadaver des Sotmeyer dergestalt verfahren, daß des Scharff-Richters Knecht das Cadaver aus dem Rath-Hause schleppen, langweg auf den Schinder-Karren, so, daß der Kopf hinterwerts der Karre herunter hieng, legen, und durch die Stadt, und Lebusische Vorstadt, nach den Richt-Platz führen muste, welches ein fürchterliches Spectacul repräsentirte, und ohne Entsetzen nicht anzusehen war. Auf dem Richtplatz wurde der Kadaver auf einen besonderen Scheiterhaufen geworfen und öffentlich verbrannt. Weiterlesen

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Anna Sotmeyer – Das scheußlichste Weib der Welt (Frankfurt an der Oder – 1724) Teil 2

In der Nacht vom 19. zum 20. Mai 1723 ging die Sotmeyer wie besprochen um elf Uhr in ihren Stall und legte dort das Feuer an. Zu gleicher Zeit gingen die beiden unbekannten Kerle und der Schneider Gottlieb, jeder mit Kluten versehen, aus dem Haus und warfen sie auf verschiedene Dächer. Wie die Anzündung geschah, entflohen die beiden unbekannten Kerle sowie die Holle, die Tochter der Sotmeyer. Man konnte ihrer nicht wieder habhaft werden. Weiterlesen

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Anna Sotmeyer – Das scheußlichste Weib der Welt (Frankfurt an der Oder – 1724) Teil 1

Anna Sotmeyer, geborene Schulze, war die Tochter eines Ackermanns aus der Vorstadt Lebus zu Frankfurt an der Oder. Christoph Schulze, ihr Vater, zog am Ende seines Lebens in die Stadt und ernährte sich als Brauer. Zu seinen Lebzeiten führte sich seine Tochter Anna schlecht und erbärmlich gegen ihn auf. Sie prügelte den alten Mann oft, unter anderem einmal ziemlich jämmerlich mit einer zusammengewundenen blauen Schürze, wobei sie ausrief: „Ich will ein Fuder Holz kaufen und dich alten Schelm verbrennen. Weiterlesen

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Diamanten – Das Ende

Aber nicht nur die großen – auch die kleinen Steine haben vielfache Schicksale erlebt. Wenn die Worte Te saxa loquuntur zur Wahrheit werden, wenn die Steine sprechen könnten, welche Geschichten von Himmelsfreud und Höllenleid würden wir da erfahren! Weiterlesen

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Diamanten Teil 4 Der Agradiamant

Recht abenteuerlich ist auch die Geschichte des rosafarbigen, des sogenanten “Agra”-Diamanten, welcher im Jahre 1905 in Christie`s Auktionshaus in London versteigert wurde. Er erzielte den erheblichen Preis von 5100 Pfund. Der Name dieses Kleinods stammt vom Kaiser Baber (Babur), dem Gründer des Mongolenreiches in Indien, der den Diamanten im Jahre 1526 in der Schlacht bei Agra trug. (Anmerkung: auch Erste Schlacht bei Panipat genannt,  wurde am 20. April 1526 geschlagen. Sie war die entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen dem Timuriden Babur (1483-1530) und dem letzten Sultan von Delhi, Ibrahim II. (reg. 1517-26), aus der afghanischstämmigen Dynastie der Lodi. Baburs relativ kleine Armee siegte über die zahlenmäßig überlegene Streitmacht Ibrahim Lodis, der in der Schlacht fiel. Mit Ibrahims Tod erlosch das Sultanat von Delhi und an seine Stelle trat das Mogulreich.) Weiterlesen

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Diamanten Teil 3 Der Blaue Diamant

Interessanter noch ist, wenn wahr, die Geschichte des berühmten “Blauen Diamanten”, der seinen Besitzern, ganz im Gegensatz zu den herrschenden Traditionen, immer nur Unglück gebracht hat. Auch dieser Stein stammte aus Indien. Ein Mann namens Winighere brachte ihn um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Venedig. Ein Mitglied der Dogenfamilie Morosini erwarb den Diamanten, dessen Schönheit von den Dichtern besungen wurde. Der Inder hatte aber außer diesem Stein noch etwas anderes aus seiner Heimat mitgebracht – die Beulenpest, die kurz nach seiner Ankunft in Venedig zum Ausbruch kam. Weiterlesen

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