DAS THÜRINGISCHE OBSCURUM – Wieder lieferbar

Mit dem Titel “Das thüringische Obscurum – Erschreckliche, scheuderliche und greuliche Geschichten sowie allerlei andere Merkwürdigkeiten aus alten Chroniken” (Autoren: Lothar Bechler und Michael Kirchschlager), wurde die Obscurum-Reihe begründet. Mittlerweile zählt das Buch zu den Klassikern im Verlag Kirchschlager. Der Band enthält Geschichten von Wundergeburten, grausamen Räubern und Mördern, Serienmördern, Wahnsinnigen, schmatzenden Toten (Vampiren), Werwölfen, kopflosen Reitern, Luthers Wechselbälgen, Teufels- und Geistererscheinungen sowie Taten der Trunksucht und der Wollust. Zahlreiche Fernsehproduktionen im MDR folgten. www.verlag-kirchschlager.de

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Prof. Frank-Rainer Schurich: Die Spezialkommission – geheime Mordermittlung in der DDR?

Wie so oft wird in einer „Dokumentation“ ein sehr banales Geschichtsbild von den „Aufarbeitern“ und Filmemachern vermittelt und die kriminalistische Wirklichkeit ideologisch verwurstet

Am 31. Januar 2017 brachte der öffentlich-rechtliche Fernsehsender arte in den Abendstunden eine Dokumentation der Filmemacherin Gabi Schlag mit dem Titel Die Spezialkommission. Geheime Mordermittlung in der DDR, der für an DDR-Kriminalfällen Interessierte spannend und vielversprechend klang. Aber allein schon die breit gestreute mediale Ankündigung mit Sätzen wie „In der DDR gab es Verbrechen, die es nicht geben durfte“ oder „Die Kommission wurde zu einer jenseits der Rechtsstaatlichkeit agierenden geheimen Polizei neben und über der eigentlichen Kriminalpolizei“1 ließ die Tendenz des Filmes unmissverständlich erkennen.

Dazu wanderte ein Bild durch die Gazetten, das man mit folgender Unterschrift versah: „Bei der Arbeit: Mitarbeiter der Spezialkommission der Staatssicherheit an einem Tatort. Es sieht ganz so aus, als wurde die Szenerie extra für das Foto gestellt.“ Als Quelle wird „WTS-MIXEDMEDIA“ angegeben, die Firma der Filmemacherin.2 Richtig ist, dass es sich bei dem abgedruckten und im Film gezeigten „gestellten“ Foto aber um Kriminalisten der Diensthabenden Gruppe der Kriminalpolizei des Präsidiums der Volkspolizei Berlin mit ihrem Einsatzfahrzeug B 1000 sowie einen Berliner Schutzpolizisten handelt. Die richtige Quelle wäre übrigens Film- und Bildstelle des Ministeriums des Innern der DDR gewesen, denn die Aufnahme wurde für einen Bildband über die Arbeit der Deutschen Volkspolizei gemacht, der dann auch erschien. Wenn man ebenso leichtfertig wie persönlichkeitsrechtverletzend mit einer Fotografie umgeht und damit Lügen in die Welt setzt, kann man sich vorstellen, wie es erst in der Dokumentation zugegangen ist.

Allein der Titel ist irreführend. Es gab nicht DIE Spezialkommission (SK), sondern für die Untersuchung unnatürlicher Todesfälle existierten im Ministerium für Staatssicherheit die Hauptabteilung IX/7, Referat 1 (vormals Mord- und Brandkommission) sowie in allen Bezirksverwaltungen des MfS eine Spezialkommission der Linie IX. Die Aufstellung der SK in den Bezirken begann 1967 und war 1970 abgeschlossen. Weiterlesen

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Buchpräsentation mit Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer in der Magdeburger “Zwickmühle”

Am Sonntag, dem 12. November 2017, feierte Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer eine Premiere: seine erste Buchpremiere: “Die Tricks der Gauner und Ganoven” in der “Zwickmühle” von Magdeburg

Der Moderator der Talkreihe „Mit Schirmer, Charme und Melone“ – ein Kavalier der alten Schule – stellte sein Buch „Die Tricks der Gauner und Ganoven“ vor. Darin werden199 authentische Kriminalfälle spannend, kurzweilig und nicht selten mit einem Augenzwinkern erzählt. Cartoons von Sven Kirchner umrahmen die Maschen von Betrügern, die Methoden der Trickdiebe und unglaubliche Geschichten aus dem wahren Leben, die sich Schriftsteller nicht besser hätten einfallen lassen können. Der Ex-Kriminalist plauderte locker aus der Praxis und begeisterte sein Publikum mit außergewöhnlichen Gaunereien in einem phantastischen Ambiente: in der “Zwickmühle” von Magdeburg. Wer diese noch nicht kennt, dem sei sie hiermit wärmstens empfohlen!

Mein Gott, wie leicht kann man doch uns Gutgläubige und Hilfsbereite übers Ohr hauen…. Aber wer das Buch vom Ex-Kriminalisten gelesen hat, verfügt dann über die gehörige Portion Mißtrauen! Garantiert!

Und nicht nur mit persönlicher Widmung ist das Buch ein wahrer Lesegenuß!

Weitere Lesungen:
Der Heimatverein Möser lädt ein:
Sonntag, 19.11.2017
16:00 Uhr
Bürgerzentrum Möser, am Hahloplatz
Eintritt 5,00€
Karten an der Abendkasse
_____________________________
Freitag, 24. November 2017
17:30 Uhr – Einlass 17:00 Uhr
“CAFÈ SEESTRASSE”
Magdeburg, Seestraße
Kartenvorbestellung: 0391 – 50 45 234
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Montag, 11. Dezember 2017
18:30 Uhr
Kino “BurgTheater”
Burg, Magdeburger Straße 4
Eintritt: 10,00€ ermäßigt 8,00€
Online-Vorverkaufs-Service www.kinoburg.de
oder an der Abendkasse
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Gniperdoliga – Ein Film

Hier der Link:
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Leseproben aus dem Buch “Die Tricks der Gauner und Ganoven” von Lothar Schirmer

Die attraktive Überredungskünstlerin

Also ich will es mal so sagen: Wenn die junge Frau, von der ich heute berichte bei einer Versicherung arbeiten würde, dann hätte sie mit Abstand die höchste Quote an abgeschlossenen Versicherungen in ihrem Team. Aber was macht diese Frau mit ihrer gottgewollten Gabe Leute zu überreden Geld heraus zu rücken? Sie begibt sich auf die schiefe Bahn und betrügt ohne Ende.

Ihr Einzugsgebiet geht von der Schweiz bis ins Deutsche Land und die Opfer sind gestandene Leute mittleren Alters, genauso wie Rentner. Vielleicht half ihr bei ihrem schändlichen Tun auch ihr gutes Aussehen. Von allen Geprellten wurde sie als attraktive Mittdreißigerin mit langem schwarzen Haar und einer super Figur beschrieben.


Auf der Straße, in Einkaufszentren, Restaurants und Cafés sprach sie Personen an, spiegelte eine akute Notlage vor und bat um eine finanzielle Unterstützung.

Da war die Rede von Mietschulden und der Drohung, sie würde mit ihren drei Kindern auf die Straße gesetzt werden, von einem Pfändungsbescheid, der durch ihren geschiedenen Mann verursacht nun sie vor die Alternative setzte zu bezahlen oder ins Gefängnis zu wandern oder von einer dringenden Operation ihres Kindes.

Bei einigen ihrer Opfer dauerte der Kontakt über mehrere Tage, bis sie dann endlich das bekam, was sie erhoffte, nämlich bares Geld. Umgerechnet insgesamt gut 114 000 Euro flossen so in ihre Tasche und vor dieser zweifelhaften Erfolgsquote muß ich neidlos den Hut ziehen.

Ihnen kann ich nur empfehlen, sich die Leute, denen Sie finanziell helfen wollen, gut anzuschauen. Nicht hinter jeder attraktiven Fassade verbirgt sich auch ein guter Kern.

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Neuerscheinung: Die Tricks der Gauner und Ganoven von Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer

Kriminalrat a.D. Lothar Schirmer, bekannt durch zahlreiche Beiträge im Fernsehen (Kripo live), im MDR-Radio und in Zeitungen, plaudert aus seiner Praxis. 199 authentische Kriminalfälle erzählen von falschen Polizisten, wortreichen Trickbetrügern oder wundersamen “Geldvermehrern“. Egal ob als Priester verkleidet, als weinende Mutter eines Babys oder als altersschwache Dame – Betrüger und Gaunerinnen sieht man ihr schändliches Tun oftmals nicht an. Zu oft wird die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft vieler anständiger Menschen ausgenutzt. Doch man kann sich schützen. Mit Wissen! Der humoristische Ratgeber von Lothar Schirmer hilft Ihnen, gewappnet gegen das Gaunertum zu sein. Und sollten Sie sich nicht ganz sicher sein in Ihrer Hilfsbereitschaft – Rufen Sie die Polizei! Denn Ihnen zu helfen und uns Alle vor Kriminellen zu schützen, das ist ihre Aufgabe.

Humoristische Cartoons von Sven Kirchner illustrieren das Buch, welches mehr ist als ein Ratgeber.

Taschenbuch, ISBN-13: 978-3934277731, 272 Seiten, zahlreiche Illustrationen, 12.95 Euro

Weitere Termine bis Dezember 2017 – Änderungen sind möglich!

3. und 4. November Thüringer Buchtage in Erfurt

Sonntag, 12. November 2017, Buchpräsentation und Lesung mit Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer “Die Tricks der Gauner und Ganoven” in Magdeburg

Er kann auch anders, der Moderator der Talkreihe „Mit Schirmer, Charme und Melone“. Der gestandene Kriminalrat a.D. hat ein Buch geschrieben. In „Die Tricks der Gauner und Ganoven“ werden199 authentische Kriminalfälle spannend, kurzweilig und nicht selten mit einem Augenzwinkern erzählt. Cartoons von Steffen Kirchner umrahmen die Maschen von Betrügern, die Methoden der Trickdiebe und unglaubliche Geschichten aus dem wahren Leben, die sich Schriftsteller nicht besser hätten einfallen lassen können. Wer Schirmer kennt, weiß, daß er nicht still sitzen kann. Freuen Sie sich auf einen Abend, an dem der Ex-Kriminalist locker mit Ihnen plaudert, zu Ihnen ins Publikum kommt und die Geschichten aus seinem Buch immer mal wieder mit kurzen Videos, gedreht mit versteckter Kamera, würzt. Und noch etwas: Sie sind die Ersten die in das Buch schauen können, denn in der Zwickmühle ist an diesem Abend Buchprämiere. Taschenbuch, Verlag Kirchschlager, Mit zahlreichen Illustrationen von Sven Kirchner (www.svenner.de), Preis: 12,95 Euro

15. bis 18. März 2018 Buchmesse Leipzig – Am Stand – unsere Kriminalisten! Hier sind Sie sicher

Humoristische Cartoons von Sven Kirchner illustrieren das Buch, welches mehr ist als ein Ratgeber. Taschenbuch, 12.95 Euro.


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Lesetermine 2. Halbjahr 2017 mit Kriminalrat a. D. Hans Thiers: Mordfälle im Bezirk Gera I u. II / Nacht der Serienmörder

20. September 2017, 15.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Begegnungsstätte WBG Elstertal, Gera-Bieblach, Schwarzburgstr. 26

22. September 2017, 19.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Auma, Liebfrauenkirche

28. September 2017, 19.00 Uhr, Krimi-Dinner zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, “Villa Altenburg”, Pößneck, Straße des Friedens 49

29. September 2017, 19.00 Uhr, “Die Nacht der Serienmörder” mit Michael Kirchschlager beim “Österreicher”, Gera, Markt 3

18. Oktober 2017, 19,00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Gemeindehaus Quirla

19. Oktober 2017, 15.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Begegnungszentrum Jena e.V., Jena, Closewitzer Straße 2

25. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Vortrag “Die Morduntersuchung in der DDR”, Sparkassenkommunikationscenter, Gera, Schloßstraße

27. Oktober 2017, 19,00 Uhr,  “Die Nacht der Serienmörder” mit Michael Kirchschlager, Bibliothek Zeulenroda-Triebes, Markt 8

3. November 2017, 18.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Haus des Gastes, Bad Köstritz, Julius-Sturm-Straße 10

8. November 2017, 19.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Frank‘s Burger-Licious BBQ (ehemals Sächsischer Bahnhof) Gera, Erfurtstraße 19

9. November 2017, 15.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle in Bezirk Gera”, Radfahrerclub “Solidarität 1895 Gera”, Ostvorstädtische Turnhalle (Ossel), Gera, Bauvereinstraße 49

10. November 2017, 18.00 Uhr, Krimi-Dinner zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, Gaststätte “Küche im Keller” (KiK), Gera, Lutherstraße 20, ausverkauft!

16. November 2017, 19.00 Uhr, “Nacht der Serienmörder”, Deutscher Familienverband, Landesverband Thüringen, Erfurt, Am Drosselberg 26

17. November 2017, 19.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera”, “Kunstkreis”, Bad Blankenburg

24. November 2017, 20.00 Uhr, Leseinterview “Kriminalisten im Kreuzverhör” mit Hans Thiers, ehem. Ltr. d. Morduntersuchungskommisson (MUK) Gera, Siegfried Schwarz, ehem. Ltr. d. MUK Halle und TV Kriminalist Andreas Schmidt-Schaller, “Polizeiruf 110″ / “Soko Leipzig”, Moderation: Verleger Michael Kirchschlager, Clubzentrum COMMA, Heinrichstraße 47

7. Dezember 2017, 19.00 Uhr, Leseinterview zu “Mordfälle im Bezirk Gera” Gaststätte “Goldener Löwe”, Moßbach bei Schleiz

14. Dezember 2017, 18.00 Uhr, Krimi-Dinner zu “Mordfälle im Bezirk Gera” Gaststätte “Küche im Keller” (KiK), Gera, Lutherstraße 20, ausverkauft!

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Michael Kirchschlager im Gespräch mit Petra Klages: Der Rhein-Ruhr-Ripper – Interviews

Michael Kirchschlager im Gespräch mit Kriminologin Petra Klages zu ihrem neuen Buch “Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Interviews” (Erscheinungstermin: 15.10.2017 im Verlag Kirchschlager)

Frank Gust, bekannt unter dem Pseudonym Rhein-Ruhr-Ripper, ist ein Serienmörder mit sexuell-sadistischen Neigungen, der in den 1990er Jahren mindestens vier Frauen ermordet und anschließend teilweise ausgeweidet hat. Taten, die zweifelsohne schockieren und einen mit der Frage zurücklassen, wie ein Mensch zu so etwas fähig sein kann. Die Kriminologin Petra Klages geht gemensam mit dem Täter Frank Gust in Interviews diesen Fragen und anderen persönlichen Ereignissen nach. Ich habe Petra Klages zu ihrem neuen Buch befragt.

Liebe Petra Klages, in Deinem neuen Buch gibst Du den Klarnamen des Täters bekannt. Warum erst jetzt?

Bislang ranken sich sozusagen lediglich “Gerüchte” und zahlreiche Falschmeldungen durch die Medien um den Serienmörder. Unabhängig davon, ob es sich um TV – Interviews handelte oder Berichte der Printmedien. Von daher schien es nur logisch, das Buch auch unter dem tatsächlichen Namen des Täters zu veröffentlichen und auf überflüssige Anonymisierungen zu verzichten. Anonymisierungen nahm ich bislang zwar generell vor, dann allerdings um Opfer- und Angehörigenschutz zu leisten. Da es in dem Buch nicht um grausame Details der Taten geht, gab es keinerlei Anlaß, den Namen des Täters nicht zu nennen. Frank Gust und seine Ehefrau selbst wünschten außerdem, einige Falschmeldungen und Gerüchte zu korrigieren.

Frauen, die einen Serienmörder heiraten – für viele unfaßbar. Was steckt dahinter?

Immer wieder erfahren wir über unterschiedliche Medien von Frauen, die sich in Serienmörder verlieben, ihnen zur Flucht verhelfen oder tatsächlich heiraten. In der Regel lesen wir nie etwas über “Liebe”. Dieses wird den Frauen, die sich in derartige Täter verlieben, vollständig abgesprochen – das ist sicherlich falsch. Vermutlich liegt es einfach daran, daß es für die meisten Menschen absolut unglaublich scheint, sich in derartige Monster – denn so werden sie generell bezeichnet – zu verlieben. Den Medien liegt bedauerlicherweise auch nicht daran, aufzuzeigen und aufzuklären, daß Serienmörder eben auch “Menschen” sind und bleiben – trotz ihrer grausamen Taten. Neben ihren Taten waren sie beispielsweise ganz “normale” Menschen: geliebte Söhne, fürsorgliche Väter und verantwortungsbewußte Kollegen. Es ist also durchaus denkbar und somit auch möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der “monströse” Morde beging, denn diese menschlichen “Anteile” sind durch die grausamen Taten nicht aufgehoben oder vernichtet worden.

Aber ist es “normal”?

Sicher, es gab sie immer und wird sie auch immer geben: Frauen, die wir mit gutem Gewissen als “Mördergroupies” bezeichnen. Das war und ist natürlich nicht nachvollziehbar und erregt aus gutem Grund unsere Abscheu vor diesen Menschen. Es ist allerdings voreilig und falsch, diese Motivation allen Frauen zu unterstellen, die sich in derartige Täter verlieben. Man kann eben nicht alle über einen Kamm scheren.

Frank Gust hat geheiratet. Du warst bei der Hochzeit dabei?

Ja – ich war zur Hochzeit eingeladen (steht im Manuskript).
Es war eine Feierlichkeit im kleinen Kreise im Besuchsraum der JVA Werl. Näheres liest Du dann im Buch.

Kann so eine Ehe normal geführt werden?

Eine “normale” Ehe bleibt den meisten Inhaftierten sicherlich zum Teil auch aus gutem Grunde in der Regel verwehrt.
Die Ehe bedeutet für viele trotzdem einen Bund für´s Leben einzugehen – eben unter völlig anderen Bedingungen. Möglicherweise steckt hinter diesem Bündnis weit mehr Idealismus – vielleicht auch sehr viel mehr Liebe und Vertrauen, als bei einer “normalen” Eheschließung, gerade weil eben viele Dinge, die für uns üblich sind, nicht stattfinden können. Das kann ich allerdings nicht beurteilen, lediglich vermuten.

Gibt es ein Art Ehealltag?

Viele Aspekte, die wir im positiven partnerschaftlichen Miteinander schätzen, entfallen einfach.
Es ist dem Paar nicht möglich, sich Tag für Tag zu begegnen. Auch ein Familienurlaub bleibt natürlich verwehrt. Gemeinsame Freundeskreise und Veranstaltungen entfallen genauso, wie unglaublich viele Dinge, die für uns eben ganz normal sind. Besteht diese Ehe tatsächlich auf Dauer, muss vielleicht davon ausgegangen werden, daß die Verbindung andere Qualitäten und möglicherweise sogar eine enorme emotionale Tiefe aufweist um unter diesen enorm erschwerten Bedingungen bestehen zu können. Wie erwähnt, das ist rein hypothetisch und ich denke, von Eheschließung zu Eheschließung Inhaftierter sieht es absolut unterschiedlich aus.

Ich danke Petra Klages für das Gespräch. Ihr Buch erscheint Mitte Oktober 2017 als franz. Broschur, 136 Seiten, 4 Fotos. Preis: 12,95 Euro.


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Neue Ausgaben eines “alten” Klassikers: Das Kriminal Magazin

Seit Jahresbeginn erscheint ein neues “True-Crime-Magazin”: Das Kriminal Magazin. Neben dem “Stern Crime” und dem wohl nicht mehr existenten “Real Crime” – beiden Titeln haftet schon zu viel Denglisch für uns deutsche Leser an – endlich die Neuauflage eines Klassikers. Zunächst wollen wir einen Blick in die Geschichte des Magazins wagen und bemühen die Wikipedia: Das Kriminal-Magazin war eine deutsche Unterhaltungsschrift, die zwischen 1929 und 1931 jeden Monat Krimi-Geschichten herausgab. Das Magazin wurde vom Leipziger Wilhelm Godlmann Verlag vertrieben und verkaufte pro Ausgabe ungefähr 100.000 Exemplare. Herausgeber war kein Geringerer als der englische Schriftsteller Edgar Wallace, dessen Foto auf jedem Cover links unten zu sehen war. Das Magazin, das etwa 100 Seiten umfaßte, war relativ billig, auch deswegen, weil es sich zum großen Teil über Werbung finanzierte.

Neben Geschichten von bekannten Schriftstellern der Weimarer Republik veröffentlichte es auch Analysen und Reportagen ganz unterschiedlicher Autoren zum Thema Kriminalistik. Das Magazin war mit Schwarz-Weiß-Fotos, Zeichnungen und Karikaturen von namhaften Künstlern versehen, wobei kunstvolle Einzelfotos auf stärkerem Karton gedruckt waren. Obwohl die Reihe Ende 1931 eingestellt wurde, gab es eine Neuauflage in den Jahren 1935 und 1936, allerdings war das Heft viel einfacher aufgebaut, es bestand weitestgehend aus Kurz- und Fortsetzungsgeschichten. (Quelle: wikipedia).

Das neue Magazin (unser Besprechungsexemplar ist die Nr. 3) kommt mit 100 Seiten und durchgängigen Farbfotos ganz gut daher und wird auch mit Werbung finanziert (u. a. SPIEGEL Bestseller – was mehr abschreckt als nützt). Das stellt für mich kein Problem dar, allein es wirbt nur mit Kriminalromanwerbung, was einem Magazin für wahre Kriminalfälle nicht wirklich gut tut. Auch die – wohl vom “Oberverlag” gewünschte Vorstellung – prominenter Kriminalschriftsteller (alle aus dem Westen….) paßt nur bedingt und langweilt. Besser wären echte Kriminalisten gewesen. Das Bildmaterial ist – wie bereits gesagt – sehr gut, die kriminalistischen Themen allerdings – neben Aktuellem (Enkeltrick, vermißte Personen, Rechtsmedizin) – wieder die alten: Jürgen Bartsch, legendäre Gangster, elektrischer Stuhl usw. Alles leider schon einmal dagewesen. Ein prominenter Herausgeber (unbedingt ein Kriminalist, Rechtsmediziner oder Kriminalbiologe…) wäre vielleicht aus Marketinggründen ganz nützlich gewesen und hätte dem Magazin etwas Pepp gegeben. Ausstatung und Preis (5 Euro) sind angemessen. Bleibt zu hoffen, daß Das Kriminal Magazin länger läuft als die “Real Crime”. Der Spagat zwischen Kriminalistik und Kriminalliteratur ist schwer zu meistern. Die Leser der Kriminalia.de lesen Krimis eher selten bis kaum. Gleiches gilt für die Leser der Bücher aus dem Verlag Kirchschlager. Trotzdem geben wir – vorerst – vier von fünf Sternen für den Mut, ein deutsches Kriminal-Magazin und kein denglisches Mäggäsinn zu wagen. Michael Kirchschlager

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Neuerscheinung: Thüringer Mord-Pitaval II von Frank Esche

Nachdem Band I des „Thüringer Mord-Pitaval“ von Frank Esche auf großes Interesse stieß, legt der Verlag Kirchschlager einen zweiten Band vor.

In dem reich illustrierten Sachbuch widmet sich der Autor unter anderem drei Serien- und zwei Doppelmorden sowie einem erweiterten Suizid, der zur Auslöschung einer Familie führte.

Die Tötungsverbrechen, die zwischen 1606 und 1968 begangen wurden, führen den Leser erneut an Tatorte voller Grauen und geben tiefe Einblicke in menschliche Abgründe sowie die Psyche der Täter. Dazu wurden Dutzende, oft schlecht strukturierte, ja chaotisch geführte Akten, wiederum aus allen sechs Archiven des Landesarchivs Thüringen, der Stadtarchive Auma-Weidatal, Gera, Neustadt an der Orla, des Bundesarchivs und des BStU (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen) ausgewertet.

Der Leser begegnet einem wahnsinnigen Familienvater in Eliasbrunn, einer hübschen Mordbrennerin aus Oettersdorf, einem Aumaer Mörder, der kurz vor seiner Hinrichtung als Bußprediger auftrat und einem sadistischen Mörder aus Jena, der fünf Menschen bestialisch tötete.

Der Obersynderstedter Schafzimmermord sollte einst den vermeintlichen Mörder aufs Schafott bringen. Ein unglaublicher Zufall verhinderte einen nicht wieder zu korrigierenden Justizirrtum. Dieser Strafrechtsfall zeigt besonders klar, vor welchen schwierigen Herausforderungen Polizisten, Kriminalbeamte, Staatsanwälte, Richter, Rechtsanwälte und Geschworene bei der Aufklärung von Kapitalverbrechen, der Rechtsfindung sowie Rechtsprechung standen.

Die Kriminalfälle verdeutlichen zudem die sozialen Probleme vergangener Jahrhunderte sowie die Lebensumstände der Menschen, die oft Auslöser schwerer Verbrechen waren. Zahlreiche Abbildungen, darunter auch Tatortbilder, illustrieren diesen zweiten Band wieder in einzigartiger Weise und vermitteln Zeitkolorit. Weiterlesen

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