Massenmord an einer Familie in Spanien (1856)

Die Flugschrift (4 Seiten mit einem Gedicht auf der Rückseite) beschreibt einen Massenmord an einer Kaufmannsfamilie nächst Tulon in einem spanischen Wald am 20. August 1856 duch die Räuberbande eines Mannes namens Wahldorf. Der Kaufmann selbst überlebt schwerverletzt und kann das Geschehene anzeigen. Darauf werden die Räuber gefangen und am 22. Januar 1857 hingerichtet. Der Kriminalfall konnte bisher nicht auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Flugschrift, Sammlung Kirchschlager

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Das Trillerhaus

Das Trillerhaus war ein hölzerner oder eiserner drehbarer Kasten mit rundem Querschnitt, in den man zänkische Weiber, Trunkenbolde, Narren oder leichtere Verbrecher, wie Felddiebe steckte. Oft wurden die Eingesperrten verbal geschmäht oder mit Fäkalien beworfen. Vielerorts bis ins 19. Jahrhundert gebräuchlich, heute auf vielen mittelalterlichen Märkten eine Gruselsensation für Besucher.

Stahlstich, Mitte 19. Jahrhundert, Sammlung Kirchschlager

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Die Hinrichtung von Guy Fawkes am 31. Januar 1606 in London

Der Kupferstich zeigt die Schleifung der Delinquenten zum Richtplatz, das Hängen, Ausweiden und Kochen der Gliedmaßen im Kessel; Guy Fawkes (1570-31. Januar 1606 in London), war ein katholischer Offizier, der am 5. November 1605 ein Attentat auf König Jakob I. Unter Folter bekannte der in den Tower gebrachte Fawkes sein geplantes Verbrechen und nannte auch seine Mitverschwörer, die am 30. Januar 1606 durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen hingerichtet wurden. Einen Tag später sollte auch Guy Fawkes hingerichtet werden. Er verkürzte die Strafe, indem er kurz vor dem Hochziehen mit der Schlinge um den Hals vom Galgenpodest sprang und sich das Genick brach. Im Gedenken an das Scheitern des sogenannten Gunpowder Plot wird alljährlich vielerorts in England (v.a. von Anglikanern) die Bonfire Night mit traditionellen Feuerwerken und Fackelzügen veranstaltet. Kupferstich mit weiterem Blatt von Merian von 1657, wahrscheinlich aus dem „Theatrum Europäum“, Hinrichtung von Guy Fawkes im Jahre 1606; Sammlung Kirchschlager

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Eine frühe Darstellung einer Fallbeilmaschine

Der niederländische Kuferstich kann leider nicht genauer datiert werden, dürfte aber aus dem 17. / 18. Jahrhundert stammen. Aus dem Text geht hervor, daß es sich hierbei um ein „vallende Bijl“ handelt, das in einigen Ländern gebräuchlich ist.

Kupferstich, Sammlung Kirchschlager

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Der Mörder – Kupferstich aus einem Totentanz von 1753

Kupferstich von Michael Rentz (geb. 1701) aus Geistliche / Todts=Gedancken / Bey allerhand / Gemaehlden und Schildereyen / In Vorbildung / Unterschiedlichen Geschlechts/ Alters/ Standes/ / und Würdens=Persohnen sich des Todes zu erinnern etc., Linz 1753: Nr. 44 Der Mörder. Der Kupferstich stammt aus Rentz`Buchausgabe des Totentanzes in Kukus (Böhmen). Rentz verlegte das Geschehen seiner Stiche in kostbar ausgestattete Räume oder in dramatische Landschaften. Jedes Bild wurde in einen aufwendigen barocken Rahmen integriert, der mit je einem Emblem bekrönt und einer Inschriftenkartusche am unteren Rand versehen ist. Die in Passau gedruckte Originalausgabe umfaßt 52 Tafeln. Der Auftraggeber war Franz Anton Graf von Sporck. Sammlung Kirchschlager, Arnstadt

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Ermordung der Gebrüder de Witt am 20. August 1672

Der Kupferstich zeigt eindrucksvoll die barbarische Ermordung der Gebrüder de Witt am 20. August 1672. Kupferstich von 1728, Sammlung Kirchschlager.

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Die Richtstätte von Horni Slavkov / Schlaggenwald

HinrichtungsstätteEine interessante, sehr gut erhaltene Hinrichtungsstätte (Galgen) aus dem 16. Jahrhundert findet man in der Nähe von Horni Slavkov (Schlaggenwald) auf dem Galgenberg. Sie ist ringförmig aus Feldsteinen gemauert, ca. 4,80 Meter im Durchmesser breit und etwa 4 Meter hoch. Während der Restaurierung 1936 wurde ein Stadtwappen mit der Jahreszahl 1598 über dem Eingang eingesetzt. Der Ort, einst eine prächtige Renaissancestadt, ist ebenfalls besuchswert, besonders das sehr schöne Heimatmuseum lohnt sich. Ganz in der Nähe findet der historisch Interessierte auch die mittelalterliche Stadt Loket mit Burg und Foltermuseum. Für Individualtouristen ein herrliches Plätzchen, ideal geeignet für Touren nach Eger und in die Bäderstädte.

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Rache eines Mädchens (1578)

Im Jahre 1578, als der „Hertzog von Alenzon“ im Hennegau lag, trug sich folgender Kriminalfall in dem Dorf Becout zu. Ein Capitain mit Namen la Pont logierte im Haus eines Bauern, der eine sechzehnjährige Tochter sein eigen nannte. Auf die hatte der Offizier es abgesehen. Er begehrte das Mädchen zur Frau, wurde aber vom Vater abgewiesen. Daraufhin trieb er den Vater aus dem Gemach und verging sich an dem Mädchen. Danach ließ er auch „seine Soldaten ihren Mutwillen mit ihr treiben“. Dann setzte er sich an einen Tisch und verspottete das Opfer. Doch das vergewaltigte Mädchen sann auf Rache und erstach in einem günstigen Augenblick ihren Peiniger. Als der Diener des la Pont diesem etwas heimlich in ein Ohr sagte, „stach sie ihm unversehens ein Messer ins Hertz/daß er stracks niedersanck und starb. Aber es kostete sie auch ihr Leben: Dann als sie zu entrinnen vermeynte/ward sie von den Soldaten ereylet/an einen Baum gebunden/und also erschossen.“

Matthäus Merian, Theatrum Europaeum, 1657, Kupferstich und Text Sammlung Kirchschlager, Arnstadt

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Der Raubmörder Masch und seine Höhlen

Zu den schrecklichsten Raubserienmördern des Königreichs Preußen zählte zweifellos Karl Friedrich Masch, der jüngste Sohn des Tagelöhners Martin Masch, geboren 1824 zu Brunken bei Borlinchen in Preußen.

Karl Masch

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Die „Criminal-Bibliothek“ des Jodokus Temme (1798-1881)

In den Jahren 1867-1874 erschienen zahlreiche Bändchen kriminalhistorischen Hintergrundes, die in der „Criminal-Bibliothek. Merkwürdige Criminalprocesse aller Nationen.“ veröffentlicht und von Jodokus Temme herausgegeben wurden. Weiterlesen →

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