
Die farbige Abbildung aus einer französischen Zeitung vom Ende des 19. Jahrhunderts zeigt eine Hinrichtung mittels Elektrizität in den USA, Sammlung Verlag Kirchschlager.

Die farbige Abbildung aus einer französischen Zeitung vom Ende des 19. Jahrhunderts zeigt eine Hinrichtung mittels Elektrizität in den USA, Sammlung Verlag Kirchschlager.
Fast 90 Jahre nach Friedrich Haarmanns Hinrichtung hat die Universität Göttingen den Kopf des Serienmörders, der wegen Mordes an 24 Menschen mittels Fallbeil 1924 hingerichtet worden war, eingeäschert. Der Kopf Haarmanns gelangte damals für wissenschaftliche Untersuchungen in die Rechtsmedizin.

Es war ein Nachmittag, etwa gegen drei Uhr. Ich befand mich in meinem Büro und hatte die Angelegenheiten derjenigen Gefangenen zu bearbeiten, denen infolge guter Führung ein Strafaufschub für ihre Restschuld bewilligt wird. Die Januarsonne schickte ihre letzten Strahlen durchs Fenster. Die friedliche Stimmung ließ mich nicht ahnen, daß ein gewaltsamer Ausbruchsversuch der Sträflinge im Gange war. Ich erfuhr es erst dadurch, als drei zu allem entschlossene Gefangene in mein Amtszimmer im Verwaltungsgebäude stürmten, mehrere Sergeanten der Gefängniswache und einige Angestellte vor sich her treibend. Sie befahlen mir barsch, aufzustehen und mich mit dem Gesicht gegen die Wand zu stellen. Weiterlesen
23.01.2015 Buchhandlung Schmitt& Hahn Gera, Schloßstraße 30.01.2015 Kulturbund Gera e.V. Gera, Greizer Str. 39 02.02.2015 Bibliothek Gera Lusan, Petzoldstraße 03.02.2015 Kanitz'sche Buchhandlung Gera, Laasener Str. 8 05.02.2015 Veteranenclub Rudolstadt, Theaterrestaurant 06.02.2015 Buchhandlung Schmitt&Hahn Gera, Schloßstraße 11.02.2015 Geschichtswerkstatt Gera-Lusan, Kastanienstraße 7 25.02.2015 OLG, Justitzgebäude Jena, Saal 8 18.03.2015 Thüringer Seniorenverband, Gera, Goethestraße 12A 20.03.2015 Buchhandlung Schmitt&Hahn Gera, Schloßstraße 25 03.2015 Stadtbibliothek Triptis 27.03.2015 Volkshaus Gera-Zwötzen 06.06.2015 in Liebau
Im alten Rußland brach während der Herrschaft Iwans IV., den man auch den „Strengen“ oder den „Schrecklichen“ nannte, eine Zeit unerhörtester Grausamkeit an. Iwan wurde am 25. August 1530 geboren. Anfangs regierte er unter der Vormundschaft seiner Mutter. Am 16. Januar 1547 wurde er zum Zaren gekrönt und unterwarf 1552 Kasan im mittleren Wolgagebiet und 1554 Astrachan am Kaspischen Meer. Unter ihm begann auch die Eroberung Sibiriens. Seine Außenpolitik war durch einige Fehlschläge geprägt. Zeitweilig lud er deutsche Gelehrte, Künstler und Handwerker nach Rußland ein. Iwan begründete die Militärverfassung der Strelitzen, (ruß. Strjelzy, „Schützen“), seine Leibwache. Die Strelitzen bildeten einen Kriegerstand, der mit Frau und Kind in einer Vorstadt Moskaus lebte. In der Folgezeit wurden sie zu einer zuchtlosen, unkalkulierbaren Soldateska und empörten sich bei geringstem Anlaß. 1682 übten sie bei dem Thronwechsel nach dem Tode des Zaren Feodor eine Zeitlang politischen Einfluß aus.

Wir wünschen allen unseren geschätzten Leserinnen und Lesern, unseren Freunden und Förderern sowie Geschäfts- und Medienpartnern frohe, besinnliche Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2015. Wir sind ab dem 5. Januar 2015 wieder im Büro. Bis dahin verbleiben wir mit den besten Grüßen Ihre Familie Kirchschlager
2015 – Unser Jubiläumsjahr! 20 Jahre Verlag Kirchschlager – Freuen Sie sich auf zahlreiche Neuerscheinungen und Neudrucke!
Im Sommer 2014 erschien im Verlag Kirchschlager von Gerd Frank der Band “Totmacher 1″, der sich mit deutschen Kriminalfällen aus den Jahren 1945 bis 1977 beschäftigte. Der Fokus lag dabei auf Serienmörder. In “Totmacher 2″ legt der Autor das Augenmerk auf europäische Serienmörder, wobei die Fälle den Zeitraum von 1910 bis 1987 abdecken.Dem Leser begegnen solch unheimliche Gestalten wie Henri Landru, der zwischen 1914 und 1919 in Paris Frauen spurlos verschwinden ließ, oder Marcel Petiot, der zwischen 1942 und 1944 Flüchtlingen, die nach Südamerika reisen wollten, auf kaltblütige Weise umbrachte. Seine Untaten wurden ürbigens 1990 verfilmt, mit Michael Serrault als Doktor Petiot. Auch mehrere Fälle aus Österreich sind in dem Buch enthalten. So versuchte die Wiener Polizei Anfang der 60er Jahre verzweifelt, einen Mord in der Oper aufzuklären. Zwischen den Jahren 1951 und 1957 kam es in und um Steyr zu einer Reihe von Morden und Mordversuchen.
Die Geschehnisse in und um die Justiz, aber auch Aufgaben und Zweck der Gerichte, der Anwaltskanzleien, der Notariate und verschiedener Behörden, werden von den Bürgern oft sehr unterschiedlich wahrgenommen und kommentiert. Es besteht insoweit das Bedürfnis, aber auch die Chance, dem Bürger eine Brücke zu bauen.
Hier kann ein Verein, der sich mit dem Anliegen der Rechtspflege befasst, einen guten Beitrag zum Verständnis und zur Akzeptanz von Rechtsprechung und Rechtsentwicklung leisten.
Ein weiterer guter Grund, als Förderverein aktiv zu sein, ergibt sich aus den vielen kulturhistorischen Besonderheiten Thüringens. Wir brauchen heute – mehr als je zuvor – Kräfte, die sich um den Fortbestand und um die Pflege des vorhandenen enormen Bestandes an Kultur- und Kunststätten bemühen und die sich auch nicht scheuen, neue Wege zu beschreiten. Wurde in der Vergangenheit Kunst und Kultur durch namhafte und bedeutende Residenten getragen und gefördert, so sind es heute zwar zahlreiche Vereine und Gesellschaften, die aktiv am kulturellen und künstlerischen Geschehen teilnehmen, doch nur wenige, die sich auf alte Traditionen besinnen und gesellschaftsbedeutsame Projekte fördern. Hierin kann und sollte der Förderverein „Rechtspflege Kunst und Kultur“ eine seiner wichtigsten Aufgaben sehen und besonders auch als rechtshistorischer Verantwortungsträger Wirkung entfalten.
Recht be- und entsteht (auch) aus Geschichte und ist damit zugleich untrennbar mit Kunst und Kultur verbunden. Die Geschichte des Rechts wiederum ist Teil unserer Kultur und lässt sich durch Kunst darstellen.
Unser Verein wird von vier Säulen getragen:
– die Rechtspflege,
– die Kultur (auch im Verständnis von Rechtskultur),
– die Kunst und
– die Rechtsgeschichte
Im Rahmen der Rechtspflege muss die Förderung von Öffentlichkeitsarbeit (Medienpräsenz, Podiumsdiskussionen, Filmprojekte …), von Rechtskundeunterricht und von Schülerpraktika in Gerichten und Anwaltsbüros, aber auch die Verbesserung des Angebotes sowie der Nutzung traditioneller und moderner Medien innerhalb und außerhalb der Rechtsprechung eine wichtige Rolle spielen.
Im kulturellen Wirken bietet sich die Zusammenarbeit mit Veranstaltungsträgern, mit Stadtverwaltungen und mit kulturellen Vereinen an. Das Wirken soll auf justizübergreifende Veranstaltungen, auf Vorträge und Diskussionen zu anderen Rechtskulturen, aber auch zu unserer eigenen Rechtskultur und auf deren Verbesserung gerichtet sein. Ein zentrales Anliegen besteht für den Förderverein jedoch in der Annäherung und im besseren Umgang aller miteinander kommunizierender Rechtsbereiche (Gerichte/Staatsanwaltschaft/Rechtsanwälte/Polizei/Notare/Finanz-ämter/Justizvollzug und andere Institutionen) etwa durch gemeinsame Veranstaltungen, Diskussionsrunden u.a.m.
Für die Förderung von Kunst bedarf es einer abstrakteren Betrachtung. Hier wird es nicht immer möglich sein, einen konkreten Bezug zum Recht und zur Justiz im Vordergrund zu sehen. Doch sollte auch eine sekundäre gedankliche Verknüpfung genügen, um Ausstellungen (Gemälde, Plastiken, Fotos…), Konzerte (von Klassik über Liedermacher/Chanson bis Rock und Pop…) und kleinere Aufführungen sowie Darstellungen aus dem Bereich der darstellenden Kunst zum Erfolg zu verhelfen.
Schließlich steht die Rechtsgeschichte in ihrer Breite und Tiefe hinter allen Aktionen und Zielen und rundet das Profil des Fördervereins ab. Hier bietet sich eine enge Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit den Stadt- und Staatsarchiven, aber auch mit Museen an. Es sollte gelingen, kleine Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen, Schulprojekte und Ähnliches zu organisieren. Mit etwas Glück und interessierten Mitgliedern wird sogar die Aufarbeitung noch nicht erschlossener rechtsgeschichtlicher Ereignisse möglich sein.
Es wäre eine tolle Sache, wenn Sie sich hieran beteiligen, und sei es auch nur durch einen jährlichen Förderbeitrag von 20,- EUR.
Verein Rechtspflege Kunst
und Kultur e.V.
Justizzentrum Gera, Fach D5
Rudolf-Diener-Str. 1
07545 Gera
Tel. 0365-8341244

Heft Nummer 95 der beliebten Zeitschrift „Die Mark Brandenburg“ widmet sich vier preußischen Kriminalfällen: Uwe Michas beschreibt das Leben und die Taten des Räubers und Mörders Karl Friedrich Masch, der zahlreiche Morde auf dem Gewissen hat, Michael Kirchschlager trägt die Fälle von Anna Sotmeyer, die Frankfurt an der Oder in Brand steckte, und dem Mordbrenner Horst und dessen Geliebte Christiane Delitz, bei (dieser Fall wurde letztes Jahr im RBB ausführlich vorgestellt) und Marcel Piethe, der auch für das Vorwort verantwortlich zeichnet, beendet das hübsche Bändchen mit der beliebten Geschichte von Wilhelm Voigt, dem Hauptmann von Köpenick. Die sehr schön gestaltete und reichhaltig illustrierte Zeitschrift kostet 5 Euro und ist leicht über die Webseite des Verlags von Marika Großer zu beziehen. www.die-mark-brandenburg.de
“Dem Begriff Heimat muß wieder Inhalt in seiner Vielfalt gegeben werden”, mit diesem Anliegen begründete Lucie Großer, längst eine Berliner Verlegerlegende, 1991 die Zeitschrift für die Mark und das Land Brandenburg, die vierteljährlich erscheint und seit 1997 von Marika Großer weiter herausgegeben wird. Inzwischen wird das Blatt weit über die Mark Brandenburg hinaus gelesen. Fremd und zuwider war Lucie Großer alles “Tümelnde” am Heimatbegriff, die Fontanesche liebevolle Ironie und sein Understatement gegenüber allem Märkischen waren ihr am nächsten, wenn nur das nötige Quantum Herzblut dahinter zu erkennen war.
Das 40 Seiten umfassende Heft richtet sich an alle Leser, die sich für das Land und seine Geschichte interessieren. Ein thematischer Schwerpunkt gibt jeder Ausgabe seinen besonderen Rahmen. Sachkundige Autoren begleiten den Leser auf reich illustrierten Zeitreisen durch die märkische Geschichte. “Die Mark” ist daher auch als touristischer Begleiter sehr beliebt.
Gerd Frank: Totmacher 2 – Massenmord ohne Leichen und andere unheimliche Kriminalfälle europäischer Serienmörder (1910-1987)
Gerd Frank stellt uns in Totmacher 2 erneut spektakuläre, aber auch grausame Kriminalfälle aus Europa vor. Den Anfang machen die Witwenmacherinnen von der Theiß, hier allen voran Ilona Fazekas, besser bekannt als Susi Olah. Von 1910 bis 1929 schickten ungarische Giftmörderinnen unzählige Männer mit giftigem „Lebenswasser“ ins Jenseits. Der außerordentliche Kriminalfall schockierte damals ganz Europa und schnell war klar, daß man es hier mit einem Sensationsfall ersten Ranges zu tun hatte. Schlagzeilen wie „Die Massenmorde von Tiszakurt“, „Das Dorf der 50 Giftmischerinnen“ oder „Die Messalinen von Nagyrev“ beherrschten für lange Zeit die europäischen Gazetten. Nicht minder grauenvoll waren die Taten des „Blaubarts“ Henri Landru, der mindestens zehn Frauen und einen jungen Mann auf dem Gewissen hat. Genau wie Dr. Petiot, der mit schrecklichem Kalkül Kapital aus der Not zahlreicher Opfer schlug, verbrannte Landru seine bemitleidenswerten Opfer. Der Fall des Raubmörders Wladyslaw Miedzybrodzie führt uns nach Polen und macht uns mit den Praktiken der Justiz zur Zeit des Dritten Reiches bekannt. Bei Max Gufler, dem Mörder mit den weißen Händen, Alfred Engleder, der Bestie von Steyr, und Josef Weinwurm, dem Wiener Opernmörder, handelt es sich um drei Österreicher, deren Haß auf Frauen Triebfeder ihres mörderischen Handelns war.

Daß es auch in der sozialistischen CSSR Serienmörder geben konnte, zeigt der Fall des Frauenmörders Václav Mrázek. Sechs Jahre lang versetzte er die Gegend um Komotau in Angst und Schrecken. Die Fälle Pilar Prades und José Jarabo ereigneten sich in Spanien und werfen ein interessantes Licht auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in Valencia und Madrid. Beide Mörder wollten ein luxuriöses Leben führen. Pilar Prades nutzte dafür Gift, José Jarabo den Revolver. Beide wurden im Spanien Francos hingerichtet.
Björn Schou Nielsen aus Dänemark befahl einen grauenhaften Doppelmord, der deshalb seinesgleichen sucht, weil er unter Hypnose begangen wurde. Besonders perfide waren die Morde des Italierners Luigi Sorrentino, der sich rühmte, die erste Körperzerkleinerungsmaschine der Welt erfunden zu haben. „Das Mädchen von Egehus“ zeigt schonungslos, wie gefährdet Kinder immer waren und heute noch sind.
Dennis Nilsen, der Würger von London, ermordete in nur vier Jahren fünfzehn oder sechzehn Männer und bewahrte die Leichen in seiner Wohnung auf. Der Fall beschäftigte nicht nur die britische Polizei, da Nilsen einer von ihnen war, sondern auch zahlreiche Psychiater.
Den Abschluß von Totmacher 2 bildet der Fall der beiden Franzosen Thierry-Mathurin, die als Frauenmörder vom Pigalle in die französische Kriminalgeschichte eingegangen sind. Um ihrem ausschweifendem Leben zu fröhnen, ermordeten sie 21 ältere Frauen auf bestialische Weise. Ihre Devise war: „Man muß das Leben genießen, so lange man kann.“
Autor und Verlag hoffen, auch mit diesem zweiten Totmacherband das Interesse des Lesepublikums zu finden. Weitere Bände werden folgen.
Zum Autor
Gerd Frank, 1944 in Regensburg geboren, in Landshut und München aufgewachsen, war zunächst als Beamter im Gehobenen Nichttechnischen Verwaltungsdienst tätig, bis er Germanistik, Geschichte und Romanistik in München studierte. Heute ist er pensionierter Oberstudienrat, in zweiter Ehe verheiratet und hat sechs Kinder.
Seit Jahren schon beschäftigt er sich intensiv mit Literatur und Geschichte Mittel- und Südamerikas, des Vorderen Orients sowie des Fernen Ostens. Von ihm wurden bisher zahlreiche Kurzgeschichten und Bücher veröffentlicht, darunter auch die Übersetzungen historischer Kriminalromane des erfolgreichen französischen Schriftstellers Frédéric Lenormand. Im Verlag Kirchschlager erschien 2014 Totmacher 1 – Der Vampir von Nürnberg und andere unheimliche Kriminalfälle deutscher Serienmörder.
Totmacher 2: Taschenbuch, 200 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 978-3-934277-50-2, Preis: 12,80 Euro.