Termine: Buchlesungen mit Kriminaloberrat a. D. Klaus Dalski

Liebe Kriminalia-Freunde, hier findet Ihr die neuesten Lesungstermine mit Klaus Dalski und mir. Wir sprechen und lesen aus „alten“ und neuen Werken des Thüringer Kriminaloberrates a. D.

9. Oktober, im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Literatur und Musik auf dem Baumkronenpfad“ im Hainich, 19.30 Uhr

30. Oktober, Stadtbibliothek Eisenach, 19 Uhr

28. November, Buchhandlung Thalia in Weimar, Präsentation des  neuen Buches „Vom Pferdedieb zum Kriminaloberrat“, 20 Uhr (Kartenvorbestellung unbedingt nötig!)

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Die Gefängnisgewölbe von Schloß Neideck (Arnstadt in Thüringen)

Schon lange wollte ich der geschätzten Leserschaft die Gefängnisgewölbe von Schloß Neideck in Arnstadt vorstellen. Nun ist es soweit! Kein Geringerer als Graf Günther XLI. »der Streitbare« erbaute auf den Resten der Burg der Vögte von Hersfeld (1273 erwähnt) am nordöstlichen Eck der Altstadt das Renaissanceschloß Neideck (1553-1560). Mit dem Tode des Fürsten Anton Günther II. im Jahre 1716 verlor Arnstadt den Status einer Residenzstadt und es begann der langsame und stetige Verfall des prachtvollen Wasserschlosses.

Der Burgturm der Hersfelder Burg mißt mit barocken Zusätzen (kupferbeschlagene Haube und Helm) die stolze Höhe von 65 Metern. Er wurde in den Jahren 1998/99 einer umfassenden Restaurierung unterzogen und kann bestiegen werden. Heute ist es dem rührigen Neideckverein und seinen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern zu verdanken, daß dieses Arnstädter Wahrzeichen zu besichtigen ist.

Die Gefängnisgewölbe lagen einst „unter Wasser“, da sich ein Wassergraben um das Schloß zog. Sie sind aus massiven Kalksteinquadern gebaut und gewölbt. Die Zugänge wurden mit schweren Türen und Querriegeln gesichert. Da Fenster fehlen, muß es hier unten finster gewesen sein. Wie finster, beweist die nachfolgende Schilderung. Der Arnstädter Chronist Olearius verzeichnet für den 3. Mai 1597 folgende Begebenheit: an jenem Tage ist Catharina Saurin von Siegelbach allhier in Arnstadt auf dem Schlosse gestorben, nachdem sie vorher zum Prediger sagte: Sie wollte für ihren Buhlen, den Teufel, und wegen ihres Unglaubens sterben. Das Vaterunser hat sie zwar ein Mal nachgebetet, doch bei weiterer Zurede geantwortet, sie wollte auf den Schindanger, wäre auf Bonifatius getauft, der Teufel säße in ihrem Herzen, der gebe ihr solche Reden ein. Sie wünschte, daß der Schinder käme und ihr das Herz aus dem Leibe schnitte, damit sie solcher Marter loswürde. Bald darauf ist sie mit Zittern und Beben hingefahren. Da hat sich eine große Ratte sehen lassen, die mit dem Weib ins Gefängnis gekommen war. (Olearius, S. 315).

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Aus dem Leben des Scharfrichters Josef Lang (1855-1925)

Die Illustrierte Kronen=Zeitung vom Freitag, dem 21. Juli 1933 (Nr. 12.032, 34. Jahrgang), widmete sich auf der Titelseite und mit einer Geschichte dem Scharfrichter Josef Lang. Unter dem Titel Ein Jubiläum des Grauens. 30 Jahre nach der letzten Hinrichtung in Wien erfahren wir einige interessante Details, wie z. B. den Inhalt des Speisezettels des Raubmörders Anton Senekl, des letzten von Lang Hingerichteten.

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Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg – Eine Rezension von Max Pechmann

In der kleinen Stadt Münsterberg jagt bis heute der Name Karl Denke den Bewohnern einen Schauer über den Rücken. Denke lebte dort bis 1924 recht zurückgezogen. Jeder hielt ihn für einen harmlosen Eigenbrötler. Doch dann kam es zu einer grauenvollen Entdeckung: Karl Denke hatte zwischen 1903 und 1924 immer wieder arbeitslose Männer in seine Einzimmerwohnung gelockt, indem er ihnen Arbeit versprach. Dort wurden sie zu seinen Opfern. Doch Denke war nicht nur ein heimtückischer Mörder. Er war ein Kannibale. Weiterlesen →

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Kriminalchronik des Dritten Reiches Band I wieder lieferbar

Die neue Auflage erscheint in der Reihe „Edition Kirchschlager“ im Rhenania Buchversand. Es war einer der Überraschungserfolge der letzten Jahre und im Handumdrehen ausverkauft: Die Kriminalchronik des Dritten Reiches. Anders, als die meisten Darstellungen zu jener Zeit, geht sie nicht auf die politischen Verbrechen ein, sondern berichtet von den ganz ‚alltäglichen‘ Verbrechen. Fundiert und gut recherchiert, bietet Krüger tiefe Einblicke in eine düstere Zeit, die sich auch in der alltäglichen Gewalt widerspiegelt. Nun können wir Ihnen diesen Band zum Sonderpreis von 9,95 Euro endlich wieder anbieten. Über die politischen Verbrechen und Gräueltaten des NS-Regimes wurde schon fast alles geschrieben. Doch wie sah es mit den ‚gewöhnlichen‘ Gewalttaten aus? Wer waren die Täter, wie wurden ihre Verbrechen geahndet? Der Band gibt darauf Antwort. In chronologischer Reihenfolge schildert er eine Reihe spektakulärer Mordfälle aus allen Teilen Deutschlands, u.a. vom Brocken-Mörder Büker, dem Serienmörder Körnig und der Berlinerin Charlotte Jünemann, die ihre Kinder verhungern ließ. 330 Seiten, 24 s/w-Abbildungen, Format 16 x 23 cm, gebunden. (Edition Kirchschlager, 2013)

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Armin Rütters: Historische Serienmörder III – Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg ab sofort lieferbar

Ab sofort ist unser 3. Band „Historische Serienmörder“ lieferbar. Es handelt sich um unseren 1. Sonderband in der beliebten Reihe.


Armin Rütters:

Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg.

Ein deutscher Serienmörder.

Die Monographie beschreibt das Leben und die Taten des Kannibalen Karl Denke, der als „Vater Denke“ 31 Menschen ermordete und verspeiste. Zahlreiche Tatortfotos dokumentieren neben schriftlichen Quellen und Berichten beeindruckend diesen großen deutschen Kriminalfall.

Hardcover, Leseband, 288 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, Preis: 24 Euro.

ISBN 978-3934277427

Zum Inhalt: Der deutsche Serienmörder und Kannibale Karl Denke wurde am 11. Februar 1860 in Ober Kunzendorf (Schlesien) geboren und siedelte 1880 in die Stadt Münsterberg über, wo er im Haus Teichstraße 10 seine Taten beging. Er ermordete vornehmlich jüngere Männer, aß sie, konservierte Leichenteile, fertigte sich Gebrauchsgegenstände aus Haut und Knochen an und führte eine „Mordliste“.

Seit Jahren, ja fast Jahrzehnten versuchte Armin Rütters, diesen Schleier zu lüften, ungeklärte Fragen zu beantworten, Rätselhaftes aufzudecken. In seiner hier vorliegenden quellenreichen Monographie arbeitet er den Fall des schlesischen Kannibalen Karl Denke chronologisch und akribisch auf. Er war am Schauplatz der Ungeheuerlichkeiten, er sprach und korrespondierte mit Zeitzeugen, er recherchierte in den Kriminalakten, wobei ihm Erich Koch hilfreich zur Seite stand, und er machte dabei höchst interessante Entdeckungen.

Die vorliegende Monographie zu dem Kannibalen Karl Denke wendet sich nicht nur an Fachleute, sondern auch an kriminalhistorisch interessierte Leserinnen und Leser. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis verweist auf weiterführende Arbeiten.

Wie alle Bücher aus dem Hause Kirchschlager wurde auch dieser Band in alter Rechtschreibung herausgegeben.

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Tödlicher Kassensturz! (Gravenbruch, 1962) von Arndt-Heinz Marx

Ab sofort finden Kriminalia-Freunde auf der Internetseite www.blofelds-wallace.de wieder einen neuen Kriminalfall: Tödlicher Kassensturz! Dabei geht es um den Autokino-Mord von 1962 in Gravenbruch.Viel Spannung beim Lesen wünscht uns Arndt-Heinz Marx, der Redakteuer und Autor der interessanten Seite.

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Ein Ehebruch und seine tödlichen Folgen (Gannerwinkel im Amt Knesebeck, 1817/1818) von Wolfgang Krüger

Die Rademachersfrau Anne Ilse Möhring aus Gannerwinkel im hannoverschen Amt Knesebeck pflegte trotz ihres bereits fortgeschrittenen Alters – sie zählte bereits 50 Jahre – ehebrecherischen Umgang mit ihrem 32jährigen Knecht Johann Christoph Bührke. Dieses Verhältnis war wohl weniger auf die Initiative des bis dahin unbescholtenen Mannes zurückzuführen. Vielmehr hatte es die Frau verstanden, ihn an sich zu fesseln, obwohl ihre äußere Erscheinung nicht sonderlich beeindruckte. Mit ihrer Zuneigung zum eigenen Mann dagegen hielt sich sehr zurück. Ja: Sie verachtete ihn dermaßen, daß sie wiederholt vor Bührke und auch vor anderen Leuten äußerte, sie sähe ihn lieber tot und begraben, als daß sie mit ihm weiterhin ihr kümmerliches Leben fristen wolle. Weiterlesen →

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Die doppelte Bluttat von Grone (Göttingen, 1827/1828) von Wolfgang Krüger

Andreas Christoph Beinhorn, Tagelöhner aus dem dicht bei Göttingen gelegenen Dorf Grone und mittlerweile bereits 33 Jahre alt, galt seit jeher als gefühllos und überaus jähzornig. Sein Vater hatte ihn 1825 wegen schlechten Betragens aus dem elterlichen Hause gewiesen und ihm auch eröffnet, er möge auf das väterliche Erbe, als da waren das Haus und ein kleines angespartes Vermögen, nicht mehr zählen. Das verschärfte den schon lange schwelenden Hass des Sohnes auf die Familie. Sein Verhältnis zu den Eltern wie auch zu seiner Schwester Marie Charlotte, die er nicht als rechtmäßig anerkannte, war daher ein zum Zerreißen gespanntes. Im März 1827 verkündete Marie Charlotte, sie habe einen Mann gefunden, den sie baldigst heiraten wolle. Da er nun befürchten mußte, das Anrecht auf Haus und Vermögen des Vaters endgültig zu verlieren, reifte in dem ungeratenen Sohn allmählich der teuflische Gedanke, Eltern und Schwester vorzeitig ihres Lebens zu berauben. Auf diese Weise würde er doch noch das väterliche Erbe antreten können. Weiterlesen →

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Der zweifache Mörder Rütgerodt (Einbeck, 1773/1775) von Wolfgang Krüger

Johann Heinrich Julius Rütgerodt war ein zwar recht vermögender, aber auch geiziger Ackerbürger in der Fachwerk- und Bierstadt Einbeck, im Kurfürstentum Hannover gelegen. Wie alle wohlhabenden Bürger hielt er sich eine Dienstmagd. Diese, Dorothea Hedwig Sprenger, wurde alsbald seine Geliebte, und der ehrbare Bürger verstand es geschickt, das Verhältnis vor seiner Ehefrau Marie Eleonore zu verbergen. Großzügige Geldzuwendungen verhalfen der ansonsten geschwätzigen Magd zum Stillschweigen. Doch mit der Zeit wurde sie in ihren finanziellen Ansprüchen immer unersättlicher. Ja, eines Tages eröffnete sie ihm, sie sei von ihm schwanger, und diese ihn am allermeisten betreffende Schmach könne nur durch einen noch größeren Geldbetrag getilgt werden. Andernfalls wolle sie alles seiner Frau erzählen. Der Ackerbürger geriet in schiere Verzweiflung, er fürchtete um sein Ansehen im Städtchen. Die Geliebte war ihm nun lästig, ja gefährlich geworden und sie mußte daher beseitigt werden. Weiterlesen →

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