Holzschnitt auf einer Flugschrift über den Kriminalfall des Martin Dumollard (Frankreich, hingerichtet am 8. März 1862)

Die seltene Flugschrift zeigt einen Holzschnitt, der die Hinrichtung Dumollards mittels Guillotine darstellt (Sammlung Kirchschlager, Arnstadt). Martin Dumollard gilt als einer der berüchtigsten Serienmörder Frankreichs (vgl. Historische Serienmörder I). Er ermordete zahlreiche junge Frauen, wobei ihm seine Ehefrau behilflich gewesen sein soll.

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Weitere Lesetermine: Die Nacht der Serienmörder u. a. – Lesungen mit Kriminalrat a. D. Hans Thiers

Gemeinsam mit Kriminalrat a. D. Hans Thiers

„Die Nacht der Serienmörder“

Unsere kriminalistischen Lesungen sind nicht immer einfach zu ertragen (wie man mir auf dem Bild unseres Lesers Frank Rutkowski, ansieht). Es geht oft unter die Haut, selbst wenn meine Freunde, die Kriminalisten, (und ich mittlerweile selbst) schon ziemlich „hart verpackt“ sind.

Freitag, 12.06. 2015 Im „Meißnischen Obscurum“, einem gruseligen Keller, bei Christiane Weickert, 19 Uhr und 21 Uhr (9. Meißner Literaturfestival 2015)

26. 10. 2015 Stadtbücherei Suhl, ab 19 Uhr, Bahnhofstraße 13 (Netzwerk Bibliothek – Thüringen liest)

Freitag, 13.11.2015 Gaststätte „Schwarzer Bär“ in Güsten, Sachsen Anhalt, ab 19 Uhr Weiterlesen →

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Johann la Fortune, genannt Hemperla, das Haupt einer fürchterlichen Zigeunerbande (1726)

Hemperlas Zigeunerbande verwüstete auf die grausamste und abscheulichste Weise zwei Jahre hindurch die Hessen-Darmstädtischen und benachbarten Länder mit Brand, Mord und Raub. Er wurde endlich nach einer tapferen Gegenwehr mit dem größten Teil seiner Gehilfen ergriffen und am 14. November 1726 und den folgenden Tag mit ihnen vom Leben zum Tod gebracht.

Zeitgenössischer Kupferstich. Weiterlesen →

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Johann Heinrich Faber, Schulhalter zu Eggersdorf und Mordbrenner (1778)

Faber war zur Zeit des von ihm begangenen Verbrechens 47 Jahre alt, aus Rudolstadt im Schwarzburgischen gebürtig und als Schulhalter zu Eggersdorf mit 150 Reichstalern eingesetzt. Am 30. Juli 1774 wurde im Rathauskeller zu Müncheberg Feuer angelegt, aber sogleich gelöscht. Am 25. August 1776 brach abends um acht Uhr im Stall des Juden Benedix Isaac ein neues Feuer aus, welches ebenfalls angelegt war, aber durch Abriß des Daches und Sparrenwerks nicht weiter um sich fraß. In der Nacht vom 6. zum 7. November desselben Jahres wurden die Scheunen am Berliner Tor innerhalb der Stadt, und fünf Tage später, gegen Mittag, die Scheunen vor dem Küstriner und Berliner Tor in Asche gelegt. Der Schaden belief sich auf 6.142 Reichstaler. Am 26. November verzehrte ein neues angelegtes Feuer zwei Ställe des Apothekers Hermann. An eben dem Tage fand man in der Häckselkammer eines Brauers einen angebrannten Fleck. Einen Tag später wurde im Rathaus und im Ordonanzhaus (Postgebäude), jedoch ohne Erfolg, Feuer angelegt. Weiterlesen →

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Ferdinand Franz Engelberger, ehemaliger jüdischer Rabbi (Wien, 1642)

Es ist bekannt, welche entsetzlichen Verfolgungen schon im 16. Jahrhundert die Juden in Deutschland ausstehen mußten. Diese Verfolgungen währten auch noch im 17. Jahrhundert fort. Meist wurde das gemeine Volk durch eifrige Predigten aufgebracht. 1615 verjagten die Bürger von Worms alle Juden aus der Stadt, zerstörten ihre Synagogen und Gräber. Ein Jahr vorher war ein ähnlicher Aufstand in Frankfurt, bei dem die Juden die Stadt räumen und ihre Reichtümer im Stich lassen mußten. Weiterlesen →

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Johann Christoph Eggert, ein tauber und stummer Mörder (Klinz bei Magdeburg, 1727)

Im Februar des Jahres 1727 fand man im Magdeburgischen unweit dem Dorfe Klinz, das Eheweib des dortigen Hirten Reiniken ermordet. Der Körper war ganz entblößt, der Kopf abgeschnitten und an einen Baum gehängt. Der linke Arm war oben von der Haut abgeschnitten und abgedreht. Der Leib von oben bis unten an das weibliche Geburtsglied auf- und der Magen durchschnitten. Das Eingeweide war untereinander gerissen und am ganzen Körper befanden sich über 42 Wunden und Stiche. Johann Christoph Eggert, ein Taubstummer und damals 27 Jahre alt, geriet bald in Verdacht, der Mörder zu sein. Bei seiner Festnahme wollte er entfliehen. Seine Hosen zeigten Merkmale von Blut, welches mit Dreck beschmiert war. Er behauptete durch Zeichen, diese Flecken von Nasenbluten und den geschlachteten Fischen, die er getragen hatte, bekommen zu haben. Weiterlesen →

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Alphonsus Diaz, ein Brudermörder (1541)

Der Spanier Diaz war Doktor der Rechte und Beisitzer der Rota Romana zu Rom, der Justizbehörde bei der römischen Kurie. Sein Bruder Johann Diaz hatte dreizehn Jahre in Paris studiert und war ein in der orientalischen Literatur sehr erfahrener Mann. Das Lesen der Bibel und der Schriften Luthers, der Umgang mit dem Reformator und Begründer des Calvinismus Johannes Calvin (1509-1564) zu Genf und mit dem Dominikaner, Reformator und Superintendent in Straßburg Martin Bucer (1491-1551) bewogen ihn, die katholische Religion zu verlassen. Er wohnte 1541 einem Auftrag des Straßburgischen Rats gemäß, dem Kolloqium zu Regensburg bei und ging darauf nach Neuburg, um dort ein Buch von Bucer, betreffend seinen Religionsabfall, drucken zu lassen. Petrus Malreroda, ein katholischer Spanier, der davon in Regensburg erfuhr, schrieb die Sache an den Alphonsus Diaz. Alphonsus reiste sogleich nach Neuburg und wandte alle möglichen Überredungsmittel an, seinen Bruder zu bewegen, die neue Lehre zu verlassen. Weiterlesen →

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Peter Danus, ein liederlicher und unwissender Pfaffe zu Sternberg im Mecklenburgischen (1491/1493)

Die Chronikenschreiber der damaligen Zeit erzählen die berühmte Geschichte der Hostienschändung wie folgt: Peter Danus versetzte bei einem Juden einen Kessel, der seiner Konkubine gehörte. Nachdem er sich mit dem Mädchen entzweite, war er außer Stande gewesen, den Kessel einzulösen. Er gestand 1491 dem Juden Eleazar seine Verlegenheit, der ihm versprach, den Kessel und noch Gold dazu zu geben, wenn er ihm ein paar geweihte Hostien und damit den Leib Christi verschaffe. Danus ließ sich dazu willig finden. Der Jude bekam die Hostien und Danus den Kessel und das Gold. Eleazar gab die Hostien seiner Frau zur Verwahrung. Weiterlesen →

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Der Fall Grete Beier – nach Hugo Friedländer

Marie Margarethe Beier (auch Grete Beyer genannt), wurde als letzte Frau im Königreich Sachsen öffentlich hingerichtet. Ihr Kopf fiel am 23. Juli 1908 unter dem Fallbeil in Freiberg.  Weiterlesen →

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Neuerscheinung: Totmacher 4 – Die Kobra von Henan und andere unheimliche Kriminalfälle asiatischer Serienmörder (1906-2012) von Gerd Frank

Die Reihe TOTMACHER will authentische Kriminalfälle aus aller Welt mit dem Schwerpunkt Serienmord vorstellen. Während der Band 1 lediglich Fälle aus Deutschland zum Inhalt hatte, wandte sich sein Autor Gerd Frank im 2. Band solchen aus anderen europäischen Ländern zu. Im Band 3 legte er den Schwerpunkt auf Rußland, das sich vom Territorium her allerdings nicht nur über Europa, sondern auch über einen Großteil Asiens erstreckt. Damit schlägt Gerd Frank schon die Brücke zu diesem 4. Band, der nunmehr für Asien bestimmt ist.

Totmacher_4_Cover
Hierbei war der Autor bei der Auswahl bemüht gewesen, je nach Materiallage, möglichst flächendeckend vorzugehen. Er hat deshalb den Raum Vorderasien mit der Türkei, Israel, Iran und Jemen abgedeckt. Ein verschwindend geringer Teil der Türkei (3 %) ist europäisch, 97 % der Gesamtfläche gehören geographisch gesehen aber zu Asien (konkret zu Vorderasien). Obwohl Israel in vielerlei Hinsicht eher europäisch eingebunden ist, so zählt es doch geographisch zum Nahen Osten und damit zu Asien. Südasien wird durch Pakistan und Indien repräsentiert. Ostasien umfaßt China, Thailand, Vietnam, Süd-Korea, Philippinen, Indonesien und Japan.
Wir bereits im 3. Totmacher-Band, Kolja der Menschenfresser und andere unheimliche Mordfälle russischer Serienmörder, gelingt es Gerd Frank in diesem 4. Band, ein übersichtliches, spannendes Kompendium zu Serienmördern vorzulegen. In dieser Bandbreite dürfte der auf Asien ausgerichtete Band der erste seiner Art sein, der sich so umfangreich diesem Thema zuwendet. Aufgrund der äußerst schwierigen Quellenlage, die sich nicht nur durch Sprach- und Schriftbarrieren ausdrückt, ist es umso lobenswerter, daß der Autor bemüht war, so oft als möglich mit spezifischen Quellen zu arbeiten. Dabei griff er hauptsächlich auf Zeitungsbeiträge und Medienberichte zurück. Auch widmete er sich, so es denn möglich war, den Biografien und Motiven der Täter und gibt einen Einblick in die manchmal düstere Rechtsprechung und Gerichtspraxis Asiens. Die Arbeit der zuständigen Polizeibehörden sowie die Zustände in den Gefängnissen legen darüber hinaus ein beredtes Zeugnis von der gesellschaftlichen und politischen Situation des jeweils behandelten Landes ab.

Softcover, 200 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 978-3-934277-52-6, Preis: 12,80 Euro

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