Mord in der Distel-Bar – der historische Mordfall

Am 28. April 1964, gegen 4.30 Uhr, entdeckte der Inhaber der Flaschenbierhandlung in der Gartenanlage „Eiserne Brücke“ in Weimar, Karl Hoffmann, in seinem Haus (im Volksmund hieß es „Distel-Bar“) ein entsetzliches Verbrechen. In der Küche des Gebäudes fand er die Weimarer Einwohnerin Linna Hauck (54) aus der Belvederer Allee 18 ermordet auf. Die Frau war ihren starken Verletzungen an der Halsschlagader und mehreren Messerstichen erlegen. Frau Hauck war seit einiger Zeit in der Gaststätte während der Abwesenheit der Frau des Herrn Hoffmann beschäftigt. Herr Hoffmann hatte am Montag gegen 19.15 Uhr die Gaststätte verlassen um seiner Arbeit nachzugehen. Als er am frühen Morgen des Dienstags zurückkam, entdeckte er den Mord. Die von ihm sofort alarmierte Kriminalpolizei stellte fest, daß die Scheibe des Fensters zum Schlafzimmer des Hauses An der Klinge 4 eingeschlagen war. Im Haus selbst herrschte ein wüstes Durcheinander. Der Tod der Frau trat nach Meinung des Gerichtsmedizinischen Institutes Jena gegen 24 Uhr ein. Sie muß von dem Mörder im Schlaf überrascht worden sein. Weiterlesen →

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Erhellendes über die Kriminalität im 3. Reich – Neue Rezension bei Amazon.de

Das hat es unter Hitler nicht gegeben, so hört man öfter ältere Leute sagen, wenn wieder ein besonders scheußliches Verbrechen die Schlagzeilen beherrscht. Diese Auffassung wird dann noch gelegentlich mit dem Hinweis auf die abschreckende Wirkung der Todesstrafe verknüpft.

Unsere Sachbuchautoren Wolfgang Krüger (li.) und Armin Rütters im Gespräch

Unsere Sachbuchautoren Wolfgang Krüger (li.) und Armin Rütters im Gespräch

Das beides völlig irrige Annahmen sind, zeigt die vorzügliche Kriminalchronik des Dritten Reichs von Wolfgang Krüger. Hier findet man die ganz normalen Kriminalfälle, welche die Bürger im nationalsozialistischen Deutschland erregten. Ob diese Bürger dann auch meinten, dass es so etwas unter dem Kaiser nicht gegeben hätte, sagt uns der Autor nicht, aber beschreibt sehr anschaulich die Zeitumstände und die Hintergründe der jeweiligen Taten. Seine Hauptquellen sind Berichte der Lokalzeitungen, die trotz Pressezensur sehr offen über die Fälle berichteten. Dies nicht ohne Grund, denn so wollten die Machthaber demonstrieren, dass gegen Gewaltverbrecher anders durchgegriffen wird, als in der vermeintlich laschen Weimarer Republik. Und so endeten auch alle der beschriebenen Fälle mit der Hinrichtung der Täter.

Hiier wird einmal die politische Dimension der Justiz in Dritten Reich deutlich, die der Autor nur in Ansätzen berührt. Krüger gelingt es, das Bild des vermeintlich kriminalitätsarmen national-sozialistischen Staates zu erschüttern und es zeigt sich, dass vom Raubmord über Serienmörder bis hin zum Sexualmord an Kindern die gesamte traurige Bandbreite der Schwerkriminalität existierte.
Im ersten Band, der die Jahre 1933-1937 umfasst schildert Krüger 20 Fälle wie den des Brockenmörders, der fast den Tourismus im Harz zum Erliegen brachte.
Fast schon beklemmend modern und aktuell erscheint der Fall einer Frau, deren Kinder aus Vernachlässigung verhungerten, während sie tanzen ging.
Für mich besonders beeindruckend der Fall des Raubmordes an einen jüdischen Geschäftsmann. Hier verhängte die Justiz mit Begründung, auch Juden seien nicht vogelfrei, die Todesstrafe. Dieser Täter wurde von Hitler jedoch begnadigt.

Man kann aus diesem Buch viel über das Alltagsleben im dritten Reich und über die Arbeitsweise von Justiz und Polizei lernen. Immer wieder erkennt man jedoch, wie sich der Machtanspruch des totalitären Staates auch in diesen Bereich auswirkt. Im zweiten Band ( 1938 – 1945) wird dies noch deutlicher.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch: Spannendes Thema, Gut und anschaulich geschrieben, hochwertig gestaltet und ausgestattet.

5 Sterne, Rezension von: Martin „mawabo“, Top-1000-Rezensent

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Quellen zur Geschichte der Polizei im Dritten Reich: Aufgaben und Aufbau der Polizei des Dritten Reiches

Um die Kriminalgeschichte des Dritten Reiches besser verstehen zu können, kommt man nicht umhin, die Geschichte und vor allem die Struktur und die Aufgaben der Polizei im Dritten Reich zu studieren. Zu diesem Zweck habe ich aus einer besonders interessanten Quelle drei Beiträge ausgewählt, die den Leserinnen und Lesern der Kriminalia „Aufgaben und Aufbau der Polizei des Dritten Reiches“ erklären sollen. Zu diesem Zweck beginnen wir mit dem 1. Beitrag, den Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern, anläßlich des 60. Geburtstages des Reichsministers des Inneren, Dr. Wilhelm Frick, in einer seltenen Festschrift anläßlich dieses Geburtstages im Jahre 1937 veröffentlicht hat. Weiterlesen →

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Historische Serienmörder I & II nur noch direkt lieferbar

Ab sofort werden folgende Titel aufgrund der geringen Restpositionen nur noch direkt über unseren Onlineshop oder direkt bei Amazon.de verkauft: Historische Serienmörder I & II, DAS OBSCURUM, Preußische Kriminalchronik hingerichteter Verbrecher, Kriminalchronik des Dritten Reichs I & II, Der spukende Sarg sowie Kirchschlagers Criminal- & Curiositäten-Cabinett I & II.

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Thüringer Mörderinnen – Rezension

Wiederum hat der Rudolstädter Archivar Frank Esche und mit ihm der Kriminalhistoriker Wolfgang Krüger eine äußerst aufschlussreiche und zugleich spannende Lektüre vorgelegt. In diesem Pitaval werden 21 seinerzeit aufsehenerregende Kriminalfälle analysiert und dargestellt. Thüringer Mörderinnen

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Lenka von Koerber – Reue, Teil 4

Und dann kam die Qual. In der engen Zelle zwischen den engen Wänden. Da kommen die Gedanken wie die Schlangen angekrochen und man kann sich nicht wehren.  Am Tag war es besser, aber wenn die Nacht kam, dann sah sie ihre Opfer vor sich und mußte immer wieder die Schlinge zuziehen. „Glauben Sie mir, das war entsetzlich.“ Weiterlesen →

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Lenka von Koerber – Der Erpresser droht, Teil 3

Das wußte ein Bekannter und er fing an, die Situation auszunutzen. Er hatte sie in der Hand. Wenn er alles sagte, bekam sie eine lange Zuchthausstrafe. Mochte sie lieber für ihn stehlen, er hatte dann mehr davon als von der Anzeige. Weiterlesen →

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Lenka von Koerber – Das Geständnis, Teil 2

Nach sechsjähriger Strafzeit entschloß sie sich, ein Geständnis abzulegen. Es schien ihr, als wenn die Beamten glaubten, daß sie nicht nur ein Raubtier sei. Sie hatte immer gewußt, daß das Verbrechen scheußlich war, nun wollte sie sich endlich dazu bekennen. So ließ sie sich zum Direktor des Zuchthauses führen und gestand alles. Es gehört Mut dazu, vor einem verfehlten Leben zu stehen und sich Rechenschaft abzulegen. Die meisten Verbrecher umgehen das, sie finden Auswege, kleine Schlupfwinkel, weil sie nicht ertragen können, ihre Tat in aller Deutlichkeit zu sehen. Und gerade die rohesten Verbrechen werden dann irgendwie umgedichtet, weil das Menschenhirn die Erkenntnis des Furchtbaren nicht ohne Trübung ertragen kann. Weiterlesen →

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Lenka von Koerber – Die Vielseitige, Teil 1

In den verschiedensten Büchern der Kriminalgeschichte ist sie erwähnt, in einem Kriminalmuseum hängen die Aufnahmen des Tatortes, daneben eine Photographie der Täterin, und der Besucher schaudert, wenn er die harten Züge dieser Verbrecherin betrachtet. Weiterlesen →

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Kindliche Mörder – Der dreizehnjährige Mörder Conrad Eber – Bayern (1888)

Von der Fahrstraße, die die Dörfer Thurnau und Limmersdorf verbindet, biegt ein Fußweg, der sogenannte Wiesenweg, ab, der in ziemlich gerader Richtung auf das im Süden außerhalb Limmersdorfs liegende Haus der Steinhauerswitwe Näther zuführt, während man auf der Fahrstraße erst in größerem Bogen dorthin gelangt. Dieser Wiesenweg durchschneidet zunächst die von Berndorf nach Limmersdorf führende Straße, dann einen von Reuthof ebendorthin führenden Fußsteig. Folgt man letzterem in Richtung Osten, so ist man in kurzer Zeit bei der am äußersten Ende Limmersdorfs liegenden Wohnung des Gemeindedieners Eber. Weiterlesen →

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